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No. 25, Vater sein - Anspruch Und Wirklichkeit Teil 02

No. 25, Vater sein - Anspruch Und Wirklichkeit Teil 02

Länge: 43:20
Verzicht auf Schuldzuweisungen Ein gelingendes Zusammenspiel zwischen Vater und Mutter setze die Bereitschaft voraus, Kompromisse einzugehen, auf Schuldzuweisungen, die nur ins Leere gehen, zu verzichten und etwas Neues zu schaffen. „Schuldzuweisungen tun keinem gut. Wir alle bringen einen Rucksack voller Überzeugungen, Leitsätze und Familienregeln mit. Es macht keinen Sinn, sich darüber zu streiten, welche die Richtigen sind." Beziehungen würden dann auseinander gehen, wenn Wachstum nicht möglich sei, „wenn jeder einzelne zu wenig für sich tut, sich über die Jahre verliert". Vätern rät Voelchert, zu hinterfragen, „was mich stärkt und was mich schwächt" und immer wieder den Schritt aus dem Alltagstohuwabohu zu machen. „Selbst die Batterien aufladen und den anderen dabei unterstützen, gut für sich zu sorgen" sei das Um und Auf einer lebendigen Partnerschaft, die individuelles Wachsen ermögliche.
Eltern müssen führen Eltern müssen ein Team sein und in der Familie eine „gute Führung" übernehmen. „Kinder wollen ihre Eltern groß nicht gleich -- als Erwachsene, die sich nicht anbiedern." Dabei sei es ein „neuer Prozess, dass Männer in dieser Intensität an Familie beteiligt sein wollen, sich mit ihrem Vaterseinauseinandersetzen". Zwar wollen die meisten Männer heute in jedem Fall anders als ihr eigener Vater sein, eine taugliche „Väter-Kultur" gebe es jedoch nicht und nur wenige gute Väter-Vorbilder. „Mann muss sich heute als Vaterneu definieren, die Beziehung zu Partner und Kind immer wieder neu maßschneidern." Es gehe um Werte: „Wofür stehe ich, was ist mir wichtig?"
Biegen oder Brechen? Erziehung wirkt zwischen den Zeilen, bezog sich Voelchert mehr als einmal auf den dänischen Familientherapeuten Jesper Juul. „Erziehung ist das, was wir vorleben -- als Individuum, als Paar, als Team: „Wir müssen einfach zusammenleben und es liegt an uns Eltern, etwas zu verändern, damit sich beim Kind etwas tut." Mit Biegen und Brechen laufe nichts, ganz im Gegenteil: „Das Beste, was wir tun können, ist das Kind so nehmen wie es ist,und herausfinden, was es von mir braucht." Dies erfordere weit mehr Offenheit als noch eine Vätergeneration zuvor und die Verabschiedung von manchem vermeintlichen Idealbild. Reicht es dabei, als Vater „gut genug" zu sein? Voelcher meint: Ja! Und rät: „Das weitermachen, was funktioniert, undsein lassen, was nicht hinhaut."
Kinder sind kompetent Erst einmal sollte sich jeder Vater klar werden, was für ihn gilt: „Schaffe ich das Kind oder entwickelt es sich im Wesentlichen selbst?" Voelcherts Haltung ist eine eindeutige: Kinder sind kompetent und brauchen Eltern, die neugierig darauf sind, ihre Kinder in ihrer Persönlichkeit und Einzigartigkeit kennenzulernen. Und dann zu staunen . . . mehr dazu:
http://www.familylab.de, http://www.bimw.de
Folgen-ID: 1000523184183
GUID: https://www.bimw.de/podcast1-content/25-Vater-sein-zwischen-Anspruch-und-Wirklichkeit-2.mp3
Erscheinungs­datum: 24.5.2021, 20:00:00

Beschreibung

Unsere Beziehungen sind in ständigem Wandel. Deshalb trägt der Podcast den Namen BimW (Beziehungen im Wandel). Beziehungen wachsen, werden tiefer, verlässlicher, belastbarer, wenn wir konstruktiv mit unseren Beziehungen umgehen. Beziehungen schrumpfen, werden ärmer, driften auseinander, wenn wir destruktiv mit uns umgehen.
Im beruflichen Kontext ist uns das klar, da ist klar, wie ich in den Wald hineinrufe so schallt es zurück. Davon könnten wir einiges in die Familie mitnehmen. Damit wir nicht eines Tages bis zur Unkenntlichkeit verheiratet sind... Damit wir aus destruktiven Beziehungen konstruktive gestalten können.
Damit uns das gelingt, ist es immer wieder nötig sich mit seiner Herkunft, dem was wir als 'richtig' erachten, unsere Werten, auseinanderzusetzen. Von verschiedenen Seiten zu beleuchten, ohne die Vorstellung von richtig und falsch.

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