Beschreibung

In diesem Buch erläutert der Psychoanalytiker und Soziologe Erich Fromm die wichtigsten Erkenntnisse und Leistungen des Begründers der Psychoanalyse Sigmund Freud. Gleichzeitig zeigt er, wie dessen bürgerliches Denken einige seiner Entdeckungen wieder verdeckte und warum die einstmals radikale Theorie der Psychoanalyse Gefahr läuft, sich zu einer Theorie der Anpassung zu entwickeln, wenn sie sich Weiterentwicklungen verschließt. Im Mittelpunkt seiner kritischen Neubetrachtung der Psychoanalyse steht die Freudsche Triebtheorie und die Bedeutung des Ödipuskomplexes, aber auch die Traumtheorie und Traumdeutung, die Charaktertheorie und der Narzissmus, die Fromm selbst weiterentwickelt hat.
Erich Fromm, Psychoanalytiker, Sozialpsychologe und Autor zahlreicher aufsehenerregender Werke, wurde 1900 in Frankfurt am Main geboren. Der promovierte Soziologe und praktizierende Psychoanalytiker widmete sich zeitlebens der Frage, was Menschen ähnlich denken, fühlen und handeln lässt. Er verband soziologisches und psychologisches Denken. Anfang der Dreißiger Jahre war er mit seinen Theorien zum autoritären Charakter der wichtigste Ideengeber der sogenannten ''Frankfurter Schule'' um Max Horkheimer. 1934 emigrierte Fromm in die USA. Dort hatte er verschiedene Professuren inne und wurde 1941 mit seinem Buch ''Die Furcht vor der Freiheit'' weltbekannt. Von 1950 bis 1973 lebte und lehrte er in Mexiko, von wo aus er nicht nur das Buch ''Die Kunst des Liebens'' schrieb, sondern auch das Buch ''Wege aus einer kranken Gesellschaft''. Immer stärker nahm der humanistische Denker Fromm auf die Politik der Vereinigten Staaten Einfluss und engagierte sich in der Friedensbewegung. Die letzten sieben Jahre seines Lebens verbrachte er in Locarno in der Schweiz. Dort entstand das Buch ''Haben oder Sein''. In ihm resümierte Fromm seine Erkenntnisse über die seelischen Grundlagen einer neuen Gesellschaft. Am 18. März 1980 ist Fromm in Locarno gestorben.

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